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Reifenservice

Reifenwechsel: Wann er ansteht und was wir beim Räderwechsel mitprüfen

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Den richtigen Zeitpunkt für den Reifenwechsel bestimmen Wetter, Profiltiefe und Alter der Reifen – nicht das Datum im Kalender. Die bekannte Faustregel „von O bis O“, also von Ostern bis Oktober, ist nur eine Orientierung: Entscheidend ist, dass Ihre Reifen zur Jahreszeit passen und genug Profil haben.

Monteur setzt eine Bremsscheibe mit rotem Bremssattel an der Radnabe ein

Wir wechseln und lagern Räder in unserer Werkstatt auf der Dürener Straße. Dabei schauen wir uns nicht nur die Reifen an, sondern auch die Bauteile, die man erst sieht, wenn das Rad ab ist. Worauf es ankommt, steht hier.

Profiltiefe: wann ein Reifen ersetzt werden muss

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern in den Hauptrillen (§ 36 StVZO (öffnet in neuem Tab)). Fachlich ist das aber nur die absolute Untergrenze: Vor allem bei Winterreifen lässt der Grip auf Schnee und Matsch deutlich früher nach, und auch die Aquaplaning-Reserve im Sommer hängt direkt am Profil. Wenn Ihre Reifen nah an die Grenze kommen, sagen wir Ihnen das beim Wechsel – dann können Sie den Neukauf planen, statt ihn im ersten Schneefall zu entscheiden.

Alter und Zustand prüfen

Gummi altert, auch ohne Kilometer. Das Herstellungsdatum steht als vierstellige DOT-Nummer auf der Reifenflanke: die ersten zwei Ziffern für die Produktionswoche, die letzten zwei für das Jahr. Achten Sie zusätzlich auf:

  • feine Risse in der Flanke oder in den Rillen
  • Beulen und Dellen – häufig Folge eines harten Bordsteinkontakts
  • einseitig abgefahrene Laufflächen, innen oder außen
  • dauerhaft zu niedrigen Reifendruck, der die Flanken belastet

Sommer, Winter, Ganzjahr

In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf nur mit geeigneten Reifen gefahren werden (§ 2 StVO (öffnet in neuem Tab)). Als geeignet gelten Reifen mit dem Alpine-Symbol, dem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Ganzjahresreifen mit diesem Symbol sind erlaubt und für Fahrprofile mit wenigen Kilometern eine Überlegung wert – sie bleiben im Sommer wie im Winter ein Kompromiss. Welche Variante zu Ihrem Fahrzeug und Ihren Wegen passt, klären wir am Telefon oder beim Termin.

Was wir beim Räderwechsel mitprüfen

Ein Räderwechsel ist die günstigste Gelegenheit für einen Blick auf Bremse und Fahrwerk, weil beides ohne zusätzlichen Aufwand frei liegt. Wir sehen uns dabei an:

  1. Profiltiefe, Reifenalter und Beschädigungen an allen vier Reifen
  2. Reifendruck und – falls vorhanden – die Reifendruckkontrolle
  3. Bremsscheiben und Bremsbeläge auf Verschleiß, Riefen und Rost
  4. Bremsleitungen und -schläuche auf Scheuerstellen und Undichtigkeiten
  5. Stoßdämpfer, Manschetten und Radlager auf sichtbare Auffälligkeiten
  6. Radbolzen mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen

Fällt eine ungleichmäßige Abnutzung auf, steckt oft die Achsgeometrie dahinter. Dann ist eine Fahrwerksvermessung in unserer Werkstatt der nächste sinnvolle Schritt – sonst kostet die Fehlstellung auch den neuen Reifensatz wieder Profil.

Räder einlagern statt im Keller stapeln

Wir bieten die Rädereinlagerung an: Sie fahren mit einem Satz Räder los und lassen den anderen bei uns. Das spart Ihnen den Transport im Kofferraum, den Platz im Keller und die Frage, ob die Lagerung dem Gummi guttut. Beim nächsten Wechsel sind Ihre Räder da, wo sie gebraucht werden. Sagen Sie bei der Terminanfrage einfach dazu, ob Sie einlagern möchten.

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